Spezialverzahnungen sind die Grundlage für sehr schnittfreudige und laufruhige Instrumente, wel- che ein atraumatisches Arbeiten am Kieferknochen ermöglichen – die Instrumente lassen sich gut führen und setzen sich zudem nicht so schnell zu.

angenehm für Behandler und Patienten!

Eine spezielle Hartmetalllegierung mit außergewöhn- licher Wärmeleitfähigkeit gewährleistet eine kühlen Schliff

… angenehm für den Patienten, vorteilhaft für den Heilungsprozess!

für das Bone Splitting

Bone Splitting = Erweiterung des Kieferkamms um 2 bis 5mm im Unter- wie im Oberkiefer vor dem Einsetzen (Insertion) von Implantaten.

Indikation

Bei geringer Knochenstärke von bis zu 3mm kann der Kieferknochen in der Mitte gespalten und durch spezielle Meißel – sog. Osteotome – geweitet werden. Der so entstandene Knochenspalt (Bone Split) zwischen bukkaler und lingualer bzw. bukkaler und palatinaler Lamelle kann dann ein Implantat aufnehmen.

Technik und Instrumente

Durch die geringe Kieferkammbreite ist es wichtig, mit einer Diamantscheibe Ø 8-9mm einen minimalinvasiven exakten Führungsschnitt für die im Anschluß einzusetzenden Meißel zu machen.

Ggf. ist es bei einer Kochendichte von D2 bis D3 sinnvoll, Entlastungsschnitte mit obiger Diamantscheibe zu setzen, um eine unkontrollierte Fraktur zu vermeiden. Alternativ und ergänzend kann auch ein Hartmetall-Fräser verwendet werden.

zum Zähne- und Wurzeltrennen

Sehr schnittfreudige und gleichsam laufruhige Diamantinstrumente zum Zähne- und Wurzeltrennen, Hemisektionen, … .

Die spezielle Geometrie („Rillen“) der Instrumente wirkt zuverlässig dem Zuschmiereffekt entgegen.

für den Sinuslift

Sinuslift = spezielle Operationsmethode, um den knöchernen Boden der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) zu verdicken.

Wichtig! Dies betrifft ausschließlich den Oberkiefer- Seitenzahnbereich.

Indikation

Bedingt durch die Ausdehnung der luftgefüllten Kieferhöhlen im Bereich der Molaren des Oberkiefers und nach längerem Fehlen von Zähnen in allen Abschnitten des Kiefers (Kieferknochen schrumpft!) reicht der vorhandene eigene Knochen zur Aufnahme eines Implantats meist nicht aus – die vertikale Knochenhöhe ist zu gering, das eingesetzte Implantat würde in die Kieferhöhle ragen.

In diesen Fällen muß das Implantatlager vergrößert werden!

Hinweis! Nur im Unterkiefer-Frontzahnbereich ist immer ausreichend Knochen für Implantate vorhanden.

TECHNIK UND INSTRUMENTE

Direkter Sinuslift

Durch Aufklappung des Zahnfleisches wird zunächst die dünne seitliche Kieferhöhlenwand freigelegt und anschließend in einem ca. 1 – 2mm großen Bezirk durch eine umlaufende Linie mittels kugelförmiger Diamanten geschwächt und die obere Linie mit diesen Diamanten so perforiert (=Sollbruchstelle), „dass sie sich wie eine Eierschale eindrücken läßt“.

Dieser künstlich geschaffene Deckel wird dann mit der Schneiderschen Membran (=Membran um die luftgefüllte Kieferhöhle) nach innen-oben geklappt (lifting).

Der so entstandene Hohlraum wird jetzt mit Eigen- oder Fremdknochen bzw. synthetischem Knochenersatzmaterial aufgefüllt, welches im Laufe von Monaten abgebaut/resorbiert und durch neu einwachsenden Knochen ersetzt wird.

Damit entsteht das gewünschte verdickte Implantatlager.